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Designlexikon
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Bill, Max

(*1908 Winterthur, †1994 Berlin)

Der Schweizer Maler, Architekt, Designer und Theoretiker Max Bill wurde von 1924 bis 1927 an der Kunstgewerbeschule Zürich zum Silberschmied ausgebildet. Danach studierte er Kunst am Bauhaus in Dessau. Seit 1929 arbeitete er als freier Architekt sowie als Ausstellungs- und Grafikdesigner. 1951 gehörte Max Bill zu den Gründern der Hochschule für Gestaltung Ulm (HfG) und leitete sie bis 1956 als Rektor. Im Jahre 1953 wurde mit dem Bau des Ulmer Hochschulgebäudes begonnen, das Bill selbst entworfen hatte. Mit seiner Malerei («Stabilisierte weiße Kerne», 1964/71), Plastik («Unendliche Schleife», 1935/53) und Grafik gilt Bill als Vertreter der konkreten Kunst.

Als Möbeldesigner schuf Bill zusammen mit Hans Gugelot und Paul Hildinger den «Ulmer Hocker» für das Interieur der Ulmer Hochschule. Der Stuhl, der von der Firma Zanotta hergestellt wurde, gilt wegen seiner funktionalen Ästhetik und seines asketischen Materialbewusstseins als Emblem der Designphilosophie der HfG Ulm. Er kann als Tablett, als Hocker oder auch als Teil eines Regals verwendet werden.

Bill verließ 1957 die Hochschule, weil er ihr inhaltliches Konzept nicht länger akzeptieren konnte, und kreierte im selben Jahr für den Uhrenhersteller Junghans die «Alu-Uhr» sowie die Wanduhr «Ato-Mat» mit weißem Zifferblatt und schwarzer Strichskala unter Glas, in verchromter Metallfassung (reediert bei Teunen & Teunen). Diese Uhr war auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel zu sehen und gewann mehrere Preise. Junghans brachte im neuen Millennium die Kollektion «max bill by junghans» heraus, u.a. mit den Reeditionen «max bill Chronoscope» und «max bill Damen». Für Omega realisierte Bill 1988 die Uhr «Edition Max Bill I» in der «Art Collection». Zanotta nahm seinen Hocker «Sgabillo» (1950) ins Programm.

Als Architekt schuf Bill u.a. das Cinevox-Kino in Neuhausen am Rheinfall (1957/58), das Imbau-Gebäude in Leverkusen (1960/61), die Denise René/Hans Mayer-Kunstgalerie in Düsseldorf (1971) sowie die Brücke über den Lavinatobel in Tamins, Schweiz.

Als Grafikdesigner hat Max Bill das Schweizer Design der 1920er-Jahre entscheidend geprägt. Für seine Entwürfe erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, allein dreimal den Großen Preis der Mailänder Triennale, 1936, 1951 und 1954. © Königsdorfer Medienhaus, Frechen (René Zey)

 

www.bill-stiftung.ch

www.maxbill.ch

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